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Liebe Paten und Freunde des CDV (Children Development Village), Juli 2018

jetzt habt Ihr schon länger nichts mehr von uns gehört. Rudis letzter Besuch in Siem Reap war im April dieses Jahres und gerade hatten wir unsere jährliche Mitgliederversammlung. Also Grund genug, um Euch alle mal wieder „auf Stand“ zu bringen.

Aktuelle Situation

Aktuell haben wir nur noch 18 Kinder im CDV, denen es ganz hervorragend geht.
2 Kinder mussten leider das Kinderdorf aus disziplinarischen Gründen verlassen, einer hatte tatsächlich angefangen mit Drogen zu handeln, mit 12 Jahren, und ließ sich auch durch mehrfache Versuche unserer Mönche nicht wieder auf den richtigen Weg bringen.
Die lemon trees wachsen auch und man berichtet von 20 kg Ernte pro Tag.

Wir haben in unseren Briefen immer wieder erwähnt, dass wir aufgrund der politischen Situation keine neuen Kinder mehr aufnehmen dürfen, insgeheim hoffend, dass sich das auch mal wieder ändern könnte. Konkret haben wir diese Hoffnung an den jetzt im Juli stattfindenden Wahlen festgemacht. Leider sieht es nicht sehr gut für uns aus. Die Oppositionellen sitzen entweder im Gefängnis oder sie sind ins Ausland geflüchtet. Die Bürger werden unter Androhung von Strafe zur („richtigen“) Stimmenabgabe gezwungen, ein Boykott der Wahl ist somit unmöglich.

Darüberhinaus wächst der Einfluss der Chinesen, die aufgrund ihrer immensen Investitionen als Heilsbringer gesehen werden, beängstigend schnell. Die Einstellung der Chinesen zu westlichen NGO’s, die noch dazu Bildung als Hauptziel haben, kennt man ja nur zu gut, um abschätzen zu können, dass unser kleines Projekt wohl nicht mehr wachsen wird, auch wenn es unter dem Schutz des buddhistischen Klosters steht. So traurig es ist, und wir sind wirklich sehr traurig, ist es an der Zeit, eine befriedigende Lösung für unsere Kinder und unser weiteres Engagement zu finden, die wir Euch jetzt kurz vorstellen wollen:

Wir hatten Ende 2009 mit der Gründung unseres Vereins die Aufgabe übernommen, die Kinder des CDV’s zu einer vernünftigen Ausbildung zu bringen, und dieser Verantwortung wollen wir bis zu unseren jüngsten Kindern (heute 11 Jahre alt) gerecht werden, und dabei hoffen wir natürlich sehr auf Eure treue Unterstützung. Für die Paten unter Euch bedeutet das, dass Ihr die Kinder weiterhin solange begleitet, bis sie ihre Ausbildungen abgeschlossen haben.

Solange es geht, bleiben wir in unserem kleinen Paradies in Peak Sneang mit allen Kindern, Angestellten, Tieren, Mango-, Papaya- und Zitronenbäumen.


Blick in die Zukunft

Leider können wir die Zahl der Angestellten und damit die Kosten fürs CDV nicht sukzessive der Anzahl der Kinder anpassen, sondern haben aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen ein Grundstock von ca. 5 Angestellten, die wir in jedem Fall brauchen. Es liegt auf der Hand, dass das unter einer gewissen Zahl von Kindern unverhältnismäßig teuer wird. Wir haben diese Grenze bei 12 Kindern gezogen.

Für die Unterbringung der Kinder danach gibt es mehrere Möglichkeiten, die wir bei unserem nächsten Besuch in Siem Reap Anfang Januar 2019 mit den Verantwortlichen bei Life&Hope besprechen werden. Bitte habt dafür Verständnis, dass wir noch nicht konkreter werden können, aber wir müssen erst einmal den rechtlichen Rahmen unserer Vorstellungen klären.

Auch das weitere Engagement von CHANCE wollen wir Euch noch kurz skizzieren:

• Primär werden wir, wie schon gesagt, unsere CDV-Kinder begleiten, bis sie ausgebildet sind.
• Da unsere CDV- Mädchen sowieso für den Besuch der Senior High School in das PAGE-Projekt von L&H wechseln, unterstützen wir dieses Projekt auch jetzt schon finanziell. Dieses Engagement möchten wir gerne ausbauen.
In unseren Augen ist das ein sehr wichtiges Projekt und hier sind auch keine staatlichen Restriktionen zu erwarten, da die Mädchen schon älter sind.
• Auch die Finanzierung der Stipendien für Universitätsstudien werden wir fortsetzen, wenn nicht sogar ausbauen, je nach unseren finanziellen Möglichkeiten.

Wir hoffen nun, Euch die Gewissheit vermittelt zu haben, dass Ihr durch Eure Unterstützung mindestens einem Kind in Kambodscha die Möglichkeit gebt, zunächst ein behütetes Leben führen zu können und dank einer Ausbildung aus dem Teufelskreis der Armut herauszukommen. Ferner hoffen wir, dass Ihr mit uns auch den veränderten Weg einschlagen werdet, denn es geht sowohl bei PAGE wie auch bei den Stipendien um die sinnvolle und wichtige Ausbildung von Jugendlichen in Kambodscha.

Einen lieben Gruß
Astrid und Rudi

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